Beim Onlineauktionshaus Ebay ist ein Datenskandal bekannt geworden aber betrifft nicht direkt die Ebay-User. Nach britischen Medienberichten hat ein Angestellter des Unternehmens Graphic Data seinen eigenen Rechner auf der Auktionsplattform zur Versteigerung angeboten und zu einem Endpreis von knapp unter 50 Euro verkauft. Jedoch hatte er vergessen die Daten auf der Festplatte ordentlich zu löschen obwohl es sich um Millionen Datensätze der Royal Bank of Scotland handelte.
Der Käufer war zum Glück kein Cyberkriminelle sondern setzte sich gleich mit den Behörden in Verbindung, als er auf der Festplatte die sensiblen Kundendaten entdeckte. Das Bankhaus Royal Bank of Scotland zeigt sich sehr besorgt um diesen Vorfall und möchte mit Graphic Data den verursachten Datenverlust besprechen. Das Land Großbritannien wurde in letzter Zeit durch mehrere Datenskandale regelrecht erschüttert und selbst die staatlichen Behörden scheinen keinen besonderen Wert auf Sicherheit zu legen.
Denn im Jahre 2007 hatten die Steuerbehörden zahlreiche CDROMs verloren auf denen die persönlichen Daten von 25 Millionen Steuerzahlern gespeichert waren. In Deutschland gab es vor rund zwei Wochen einen Datenschutzskandal und zwar wurden Millionen Kundendaten von Mitarbeitern eines Callcenters gestohlen. Die Adresshändler und die Callcenter stehen seit diesem Vorfall im Zentrum der Kritik. Von politischer Seite werden strengere Regeln beim Adresshandel verlangt ebenso für die Callcenter.
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