Nach einem Vorabbericht vom heutigen Samstag im Magazin Focus will Jörg Ziercke, der Präsident des Bundeskriminalamts das Internet und Telefon stärker überwachen, um bessere Fahndungs-, und Aufklärungserfolge zu erreichen.
“Ich will lediglich nachvollziehen, wer sich wann, wie lange ins Internet gewählt hat und wer wann mit dem telefoniert hat.“, sagte Ziercke gegenüber Focus und fordert dass alle Provider verpflichtend die Verbindungsdaten der Kunden für mindestens sechs Monate speichern.
Die geforderte sogenannte Vorratsspeicherung der Nutzerdaten stößt bei der deutschen Telekommunikations-, und Internetbranche auf wenig Gegenliebe und laut einer Studie des Branchenverbandes Bitkom ist der Nutzen der Speicherung von Verkehrsdaten der Nutzer zweifelhaft und für die Kriminalitätsbekämpfung fraglich.
Ein EU-Rahmenbeschluss von Frankreich, Großbritannien, Irland und Schweden sieht vor, dass die Vorratsspeicherung der Nutzerdaten innerhalb der Europäischen Union harmonisiert und für mindestens ein Jahr gespeichert sollen. Dies umfasst die Speicherung sämtlicher Verkehrsdaten von Mobilfunk, Festnetz und Internet und soll die Terror-, und Kriminalitätsbekämpfung verbessern.
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